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26. October 2020
Vor 20 Jahren hat die Stadt Luzern die Stelle der Integrationsbeauftragten geschaffen. Seither ist in diesem Bereich ein grosses Netzwerk mit einer breiten Angebotspalette entstanden. Die Integrationsförderung der Stadt Luzern hat mit ihrer thematisch vielseitigen Tätigkeit einen nachhaltigen Beitrag für ein respektvolles Zusammenleben, für Chancengleichheit und gegen Rassismus geleistet.

Die grossen Fluchtbewegungen aus den Balkanländern und die Wirtschaftskrise in den 90er-Jahren haben damals auch in Luzern aufgezeigt, dass es ohne aktive Integrationspolitik nicht geht. Bereits 1996 hat der Stadtrat das «Interkulturelle Forum» einberufen. Aus diesem wurde nach der Fusion mit Littau die Integrationskommission, welche den Stadtrat bezüglich interkulturellem Zusammenleben berät. Im Herbst 2000 wurde die Stelle der Integrationsbeauftragten geschaffen. Sibylle Stolz, die heutige Leiterin der Dienstabteilung Quartiere und Integration, hat die Integrationsförderung in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton, mit zivilgesellschaftlichen Organisationen und Kirchen auf- und ausgebaut. Heute arbeiten im Bereich Integrationsförderung der Stadt Luzern vier Personen in Teilzeitpensen.

In den letzten 20 Jahren sind viele interkulturelle Netzwerke und Integrationsangebote entstanden, die heute nicht mehr wegzudenken sind. Dazu gehören etwa der Sentitreff, das HelloWelcome oder die Vereine Zusammenleben Maihof-Löwenplatz und Lili Centre. Diese Angebote bieten eine breite Palette von Integrationsangeboten. Dazu gehören unter anderem offene Treffs, Deutschkonversationen mit Kinderbetreuung oder interkulturelle Veranstaltungen. In diesen Integrationsangeboten engagieren sich Menschen mit und ohne Migrationshintergrund für ein respektvolles Zusammenleben, gegen Diskriminierung und für eine gute Integration jedes einzelnen Menschen in unsere Gesellschaft. Die Integrationsförderung der Stadt unterstützt und fördert diese und viele weitere Projekte und Angebote seit 20 Jahren finanziell, durch Beratung und Vernetzung.

Ein wichtiger Schwerpunkt für die Integrationsförderung war und ist eine aktive Willkommenskultur. Alle Neuzugezogenen sollen sich willkommen fühlen und die nötigen Informationen für ihr Ankommen in Luzern erhalten. Dies geschieht unter anderem an jährlich stattfindenden Willkommensfeiern mit Stadtrundgängen. Rund 40 Prozent der Stadtluzerner Bevölkerung sind erst in den letzten zehn Jahren zugezogen. Auch deshalb ist es der Stadt ein grosses Anliegen, diese «neuen» Luzernerinnen und Luzerner einzuladen, sich aktiv am Gesellschaftsleben zu beteiligen.

Auch beim Thema Chancengleichheit hat die Integrationsförderung der Stadt viel bewirkt: Auf ihre Initiative hin wurde bereits 2005 mit der «Frühen Förderung» von Kleinkindern in der Stadt begonnen. Noch heute ist die Integrationsförderung in diesem Bereich sehr engagiert.

Die Integration der Zugewanderten im Wohnumfeld ist ein grundlegendes Fundament für ein gutes Zusammenleben. Deshalb investiert die Integrationsförderung auch in die Förderung des Quartierlebens in der Stadt. Ein Schwerpunkt wurde hier insbesondere auf die Quartierentwicklung im Gebiet Basel-Bernstrasse (unter anderem mit dem Verein BaBeL) und auf die Fluhmühle-Lindenstrasse gelegt.

Beim Thema Rassismus setzt die Stadt seit 2012 jährlich zum «Internationalen Tag gegen Rassismus» ein klares Zeichen gegen Diskriminierung und für ein respektvolles Zusammenleben. Diese Öffentlichkeitsaktionen erfolgen immer in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen, wie beispielsweise dem FC Luzern, Gastrobetrieben oder dem Comicfestival Fumetto. Denn Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Diese und weitere Aktivitäten und Ereignisse der letzten 20 Jahre sind anlässlich des Jubiläums der Integrationsförderung auf einem informativen Leporello festgehalten (siehe Anhang).

Stadtrat Martin Merki hebt die wichtige Rolle der städtischen Integrationsförderung hervor: «Die Integrationsförderung arbeitet an der Schnittstelle zwischen Zivilgesellschaft und Verwaltung. Sie ist in Kontakt mit den Organisationen, greift die Themen im Integrationsbereich frühzeitig auf, bearbeitet sie und behält sie im Auge. Die Fachstelle ist zu einer verlässlichen Partnerin für Organisationen und Gruppen geworden, die im Integrationsbereich arbeiten.»

Mehr Informationen unter www.integration.stadtluzern.ch.

Auch im aktuellen Stadtmagazin ist dem Jubiläum ein Beitrag gewidmet (wird aufgeschaltet ab Montagnachmittag, 26. Oktober 2020).

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Integration Medienmitteilung 26.10.2020 Download 0 Integration Medienmitteilung 26.10.2020
Integration Leporello 26.10.2020 Download 1 Integration Leporello 26.10.2020