Überhängende Äste verpflichten zum Rückschnitt

13. October 2020
Bevor das üppig wachsende Grün von privaten Grundstücken in das Trottoir oder die Strasse ragt, müssen die Pflanzen zurückgeschnitten werden. Der Häckseldienst und die Grünabfuhr helfen den Liegenschaftsbesitzenden, ihr Schnittgut sinnvoll zu verwerten.

Die vielen Park- und Grünanlagen in der Stadt Luzern steigern unsere Lebensqualität erheblich. Allein auf öffentlichem Grund werden rund 11’000 Bäume sowie 150 Hektaren Rasen, Wiesen, Hecken, Rabatten und diverse weitere Pflanzungen von den Mitarbeitenden der Stadtgärtnerei gehegt und gepflegt. Das regelmässige Zurückschneiden ist ein fester Bestandteil der jährlichen Unterhaltsarbeiten. Zum frühzeitigen Rückschnitt ihrer Pflanzen sind jedoch auch die Eigentümerinnen und Eigentümer von Liegenschaften – oder deren Verwaltungen – verpflichtet.

 

Besser frühzeitig und grosszügig

Pflanzen auf privaten Grundstücken dürfen das Lichtraumprofil ausserhalb der Liegenschaftsgrenzen nicht tangieren. So heisst der „lichte Raum“ über den Trottoirs und den Strassen, der von sämtlichen Gewächsen freigehalten werden muss. Das Lichtraumprofil beträgt 2,50 Meter über den Trottoirs und Fusswegen und 4,80 Meter über den Strassen. Diese Mindestmasse – senkrecht ab der Grundstücksgrenze gemessen – dürfen auch dann nicht unterschritten werden, wenn sich die Äste bei Regen oder Schneefall nach unten biegen. Das Strassengesetz des Kantons Luzern verpflichtet zum rechtzeitigen Rückschnitt der Pflanzen. Die meisten Liegenschaftseigentümerinnen und -eigentümer oder deren Verwaltungen halten sich an diese Anordnung und haben längst erkannt, dass es sinnvoll ist, den erforderlichen Rückschnitt frühzeitig, regelmässig und vor allem grosszügig vorzunehmen.

 

Wohin mit all dem Holz?

Nach dem Rückschnitt geht es an die Verwertung des Schnittguts. Die Grundeigentümer in der Stadt Luzern haben die Wahl zwischen dem Häckseldienst und der Grünabfuhr. Der Häckseldienst ist für alle diejenigen geeignet, bei denen eine grössere Menge von verholztem Astmaterial anfällt und die Verwendung für das anfallende Häckselgut haben. Wer im eigenen Garten kompostiert, ist auf Häckselmaterial angewiesen: Die Holzstückchen schaffen Lufträume im Komposthaufen und verhindern damit sauerstofffreie Zonen, in denen sich Fäulnisherde bilden können. Häcksel eignet sich ausserdem zur Bodenbedeckung (Mulchschicht) und zum Anlegen von Gartenwegen oder Pfaden zwischen den Gemüsebeeten.

Wer keinen Bedarf an Holzhäckseln hat oder in wessen Garten vor allem unverholztes Pflanzenmaterial anfällt, stellt das Schnittgut entweder gebündelt (Länge: max. 200 cm, Gewicht: max. 25 kg) oder im Grüncontainer (siehe Abfallkalender) für die Grünabfuhr bereit. Astbündel werden übrigens nach der Anlieferung im Kompostierwerk ebenfalls gehäckselt, sorgen für Lufträume im Kompost und verhindern damit Fäulnis. Ob Häckseldienst oder Grünabfuhr: Aus dem Schnittgut entsteht im Laufe der Zeit wieder Erde, die dafür sorgt, dass Bäume, Hecken und Sträucher erneut wachsen und üppig gedeihen.

 

Für Fragen stehen Ihnen die Webseite www.abfall.stadtluzern.ch, der Abfallkalender oder das Abfalltelefon Stadt Luzern 041 208 78 70 zur Verfügung.

 

 

Stadt Luzern

Strasseninspektorat

Industriestrasse 6

6005 Luzern

Telefon: 041 208 78 81

E-Mail: othmar.fries@stadtluzern.ch

Internet: www.abfall.stadtluzern.ch

 

 

Häckseltermine Herbst 2020

Rechtes Ufer: 9./10./11. November

Littau und Reussbühl: 12./13. November

Linkes Ufer: 16./17./18. November

Anmeldungen beim Abfalltelefon Stadt Luzern vom 12. Oktober bis zum 4. November 2020.

Das Abfalltelefon Stadt Luzern (041 208 78 70) nimmt Ihre Anmeldung innerhalb des angegebenen Zeitraums entgegen. Bitte teilen Sie uns dabei die ungefähre Schnittgutmenge mit.

Schneiden Sie Ihr Astwerk frühzeitig! Das vom Abfalltelefon Stadt Luzern angegebene Häckseldatum kann – je nach Anzahl der Anmeldungen – tageweise vor- oder nachverschoben werden. Die Firma Burri & Achermann Gartenbau AG informiert Sie nach Anmeldeschluss telefonisch, falls eine Änderung des vorgesehenen Häckseldatums erforderlich ist.

 

Weitere Informationen:

  • Jeder Liegenschaft in der Stadt Luzern, wo ein Kompostplatz betrieben oder das Häckselgut im Garten verwendet wird, steht der Häckseldienst einmal pro Halbjahr (Frühling/Herbst) zur Verfügung. Es wird kein Häcksel abgeführt.

 

  • Es wird nur Material gehäckselt, das sich zum Kompostieren eignet (verholztes Astwerk bis 12 cm Durchmesser).

 

  • Das zum Häckseln bestimmte Material muss in unmittelbarer Nähe des Häckselplatzes gut geordnet bereitgestellt werden. Die Zufahrt für den Lastwagen mit der Häckselmaschine muss gewährleistet sein.

 

  • Die Kosten der Anfahrt zur Liegenschaft sowie der ersten halben Stunde des Häckseldienstes gehen zulasten der Stadt. Der weitere Aufwand ist von der Auftraggeberin oder vom Auftraggeber zu tragen (pro angebrochene Viertelstunde Fr. 42.–).