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Objekt des Monats


Ansicht des Mehrfamilienhauses von aussen und Ansicht der Innenräume
Ansicht des Mehrfamilienhauses von aussen und Ansicht der Innenräume.


Innen und Aussensanierung Baselstrasse 91, 93 und 99

Die historistischen Strassenfassaden der fünfteiligen Häuserzeile Baselstrasse 91 bis 99 bestimmen seit ihrer Erstellung 1897 das Bild der ehemaligen Ausfallstrasse nach Reussbühl beziehungsweise Littau direkt gegenüber der Bahnlinie. Das Wohn- und Geschäftshaus Baselstrasse 99 ist der nordwestliche Kopfbau der Zeile, wobei sich die fünf Zeilengebäude gestalterisch aufeinander beziehen. Die 2016 beendete Renovierung orientierte sich am Bestand; die erhaltene Haus- und Raumstruktur wurde übernommen und es wurden die historisch überlieferten Materialien wieder aufgegriffen. Es gelang trotz des Unterhaltsstaus zahlreiche der originalen, historischen Oberflächen zu erhalten. Aussen ergänzen neue, oxydrot gefasste und profilierten Holzfenster mit Oblicht den noch eindrücklichen Bauschmuck mit filigranen, nach SIA Norm erhöhten Balkongeländern, neue analoge Geländer in den Fensterbrüstungen, klassizistischen Fensterverdachungen, Putzgesimsen bis hin zu den Eingangstüren.

Im Inneren wurde die Eingriffstiefe - sofern es der Zustand des Tragwerks ermöglichte - der Sanierungs- und Umbaumassnahmen bewusst so niedrig gehalten, um weiterhin preisgünstige Wohnungen anbieten zu können. Für die Gemeinschaftsstiftung zur Erhaltung und Schaffung von preisgünstigem Wohnraum (GSW) musste der sanfte Eingriff nicht nur die Baukosten niedrig halten, sondern auch den mittel- bis langfristigen Erhalt gewährleisten. Die Priorität der Renovierung lag neben der notwendigen Instandsetzung der Innenräume, den allfälligen Unterhaltsarbeiten am Tragwerk aber vor allem beim Unterhalt und der Ertüchtigung der Haustechnik, um heutige langfristig ausgerichtete Energie- und Sicherheitsstandards zu erreichen.

Das zentrale Treppenhaus erschliesst pro Etage zwei Wohnungen, in denen ein Mittelkorridor sich zweibündig zu Räumen öffnet. Gestützt auf restauratorische Befunde wurden die Oberflächen der Innenräume ebenfalls nur repariert und instand gestellt. Das Holzwerk wurde gegen die weissen Wände und Decken grüngrau gestrichen und so vom original erhaltenen Parkettboden abgesetzt. Unter Erhalt der bisherigen Raumkammerung haben es die Architekten geschafft, auf knapp 11,5m2 sowohl eine separate gemütliche Küche mit Sitzplatz als auch ein langgezogenes WC mit Dusche unterzubringen.

Die umsichtige Instandstellung des Kopfbaues  Baselstrasse 99 war der Auftakt zur Renaissance der historistischen Baselstrasse-Zeile. Die GSW lässt auch die Baselstrasse 93 – und gegebenenfalls die Baselstrasse 91 - auf diese Weise instand stellen beziehungsweise in den Dachräumen mit Wohnräumen verdichten. Nachdem bereits zwei Häuser in der fünfteiligen Zeile renoviert wurden, besteht Hoffnung, dass die stadtbildprägende Zeile Baselstrasse in absehbarer Zeit ihre architektonischen und städtebaulichen Qualitäten wieder präsentieren kann.

Bauherrschaft: GSW Gemeinschaftsstiftung zur Erhaltung und Schaffung von preisgünstigem Wohnraum
Architekt: Elmiger und Zgraggen
Erstellungsjahr: 1897-1899

Architekt: HVDM ARCHITECTS & CITYPLANNERS, Luzern – Harry van der Meijs, Elis Reusser, Luca Röösli
Machbarkeitsstudie: 2009
Planung: 2013 - 2016
Sanierung: 2014 - 2017
Restauratorische Untersuchung und Beratung: Martin Hüppi, Luzern
Fotografie: HVDM ARCHITECTS & CITYPLANNERS, Luzern – Elis Reusser, Jorgos Ledermann

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