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Recycling von Alu- und Weissblechdosen

Getränkedosen und Konservenbüchsen bestehen aus wertvollen Rohstoffen. Deshalb sollen sie separat gesammelt und der Wiederverwertung zugeführt werden. Das schont Ressourcen und verringert gegenüber einer Neuproduktion die Luftbelastung und den Energieverbrauch.

Lebensmittelverpackungen aus Aluminium oder Weissblech weisen zahlreiche Vorteile auf: Sie sind beliebig oft recycelbar, besitzen eine hohe Festigkeit, sind korrosionsbeständig und schützen ihre Inhalte vor Licht, Luft und weiteren äusseren Einflüssen. Durch Hitzeeinwirkung haltbar gemachte Nahrungsmittel können darin energiesparend aufbewahrt werden: ohne Kühlung, geschmacksneutral und ohne Zusatz von Konservierungsmitteln.

Recycling von Aluminium
Aus dem Gestein Bauxit wird das Leichtmetall Aluminium gewonnen. Es lässt sich ohne Qualitätseinbusse unendlich oft recyceln. Dadurch reduziert sich der Rohstoffverbrauch erheblich, zumal die Wirtschaft mit Primäraluminium weltweit längst nicht mehr auskommt. Beim Recycling können – im Vergleich zur Neuherstellung mit Bauxit – bis zu 95 Prozent Energie und CO2 eingespart werden.
Die Genossenschaft IGORA (www.igora.ch) engagiert sich seit 1989 für das Sammeln und das Recyceln von Aluminiumverpackungen. Die Sammelquote beträgt heute in der Schweiz bei den Aludosen stolze 92 Prozent; die jährliche Sammelmenge von Aluverpackungen beträgt 12‘500 Tonnen oder 1,5 Kilogramm pro Kopf.

Recycling von Weissblech
In der Schweiz bestehen die meisten Konservenbüchsen für Lebensmittel aus verzinntem Stahlblech, dem sogenanntem Weissblech. Das Zinn verhindert das Rosten und sorgt für Geschmacksneutralität. Beim Recyclingprozess werden die beiden wertvollen Rohstoffe Stahl und Zinn voneinander getrennt. Entzinnter und aufbereiteter Stahl ist ein hochwertiger und gefragter Wertstoff. Daraus entstehen wieder Büchsen oder Sekundärprodukte wie Werkzeuge, Pfannen, Rohre oder Autobleche. Das Zinn wird unter anderem als Lötmittel wiederverwendet. Der Energieverbrauch beim Recycling fällt gegenüber einer Neuproduktion um 60 Prozent tiefer aus, die Luftbelastung wird um 30 Prozent verringert.
Die Organisation Ferro Recycling (www.ferrorecycling.ch) wurde 1987 mit dem Ziel gegründet, das Recycling von Stahlblechverpackungen zu fördern, um Ressourcen zu erhalten und die Umweltbelastung einzudämmen. Heute landen in der Schweiz 86 Prozent aller gebrauchten Stahlblechverpackungen in der Wiederverwertung.

Gemeinsam und kostenlos entsorgen
In der Stadt Luzern stehen für die Entsorgung von Alu und Weissblech alle dezentralen Sammelstellen zur Verfügung. Auch in den Ökihöfen des Gemeindeverbandes REAL werden diese Materialien kostenlos entgegengenommen. Sie können in dieselben Sammelbehälter eingeworfen werden. Da Aluminium – im Gegensatz zu Stahlblech – nicht magnetisch ist, lassen sich die beiden Metalle vor dem Recyclingprozess mühelos trennen. Aus hygienischen Gründen gehören nur saubere Büchsen in die Sammelcontainer. Tipp: Konservenbüchsen kurz auswaschen, Papiermanschetten entfernen und flach drücken. So wird zu Hause und im Sammelcontainer viel Platz gespart, und es entstehen keine unangenehmen Gerüche.

Keine unzulässigen Materialien!
Folgendes darf weder in den Alu-/Weissblech-Sammelbehältern entsorgt noch bei den Sammelstellen deponiert werden:
  • Grosse Metallstücke und andere Metallteile, Pfannen, Schrauben, Vorhangschienen und Ähnliches (Altmetallsammlung oder Ökihöfe);
  • Verbundverpackungen, die nur teilweise Aluminium enthalten oder eine kunststoffbeschichtete Aluminiumfolie aufweisen: leere Spraydosen, Suppen- und Stockibeutel, Butterpapiere, Behälter von Fertiggerichten, Tetra-Pak- und Medikamentenverpackungen usw. (Kehricht);
  • Kaffeekapseln aus Aluminium mit Recycling-Signet (Ökihöfe, nur in die speziell dafür gekennzeichneten Container, teilweise auch bei den Verkaufsstellen). 
Falsche Materialien in den Sammelbehältern müssen vor dem Recycling aufwendig aussortiert werden. Dadurch wird die Wiederverwertung erschwert und unnötig verteuert. Aber auch Abfälle, die unerlaubterweise auf den Arealen der Sammelstellen zurückgelassen werden, verursachen grossen Aufwand und damit erhebliche Kosten für alle Luzernerinnen und Luzerner. Korrektes Separieren und Entsorgen zahlt sich also für alle aus!

Für stadtspezifische Fragen stehen Ihnen der Abfuhrplan oder das Abfalltelefon Stadt Luzern 041 208 78 70 zur Verfügung.

Stadt Luzern
Strasseninspektorat
Industriestrasse 6
6005 Luzern
Telefon: 041 208 78 81
Telefax: 041 208 78 89
E-Mail: othmar.fries@stadtluzern.ch
Internet: www.abfall.stadtluzern.ch

Datum der Neuigkeit 2. März 2016
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